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Polnische Ostsee (Westpommern) - Chaos Köchin

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Urlaub an Polens schöner Ostseeküste

Die Ostsee, auch Baltisches Meer genannt und eines der größten Brackwassermeere der Erde, übt immer wieder eine besondere Faszination auf mich aus. Schon im letzten Jahr hatte ich mit meinem Mann die Gestade der polnischen Ostseeküste kennengelernt. Wir waren in dem kleinen Badeort Dziwnowek und hatten, neben etwas Wellness, natürlich die langen Strände mit ihren Muscheln, Steinen und anderem Strandgut erobert und die gute polnische Küche genossen. Es hatte uns so gut gefallen, dass wir uns entschlossen hatten, dieses Jahr noch einmal an die polnische Ostsee zu fahren. 
Diesmal ging es in das kleine ehemalige Fischerdorf Dabki. Dabki befindet sich am Buckow-See.  Die Strände des See`s und der Ostsee sind durch eine 9 km lange Nehrung voneinander getrennt.  Die schmalste Stelle dieser Nehrung ist am Abfluss des See`s in die Ostsee. Man kann also ganz bequem den asphaltierten Weg durch den Küstenwald nehmen oder, ganz sportlich, den weichen warmen Sand des Strandes durchackern.  Ich, für meinen Teil, bin auf dem Hinweg durch den Wald und auf dem Rückweg am Strand entlang gegangen, natürlich barfuß. 



Nicht weit von Dabki liegt die ehemalige Königsstadt Rügenwalde, die für ihre Teewurst bekannt war. Das war eines unserer ersten Ausflugsziele. Die alte Mühle ist leider abgerissen, jedoch hat Rügenwalde wunderschöne Prommenaden, einen Leuchtturm, eine Mole und einen Fischereihafen zu bieten, die genauso sehenswert sind. 

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Blick von der Mole in Richtung Hafen.

Ein etwas weiterer Weg war es dann zu den Wanderdünen von Leba (etwa 115 km), für mich die Sahara des Ostens. Die letzten 30 km der Fahrt wurden dann ziemlich beschwerlich, denn irgenwann vor vielen, vielen Jahren hatte sich offensichtlich jemand entschlossen eine Schwarzdecke über eine schmale Pflastersteinstraße zu ziehen, die im Laufe der Jahre etwas an Festigkeit verloren hatte. Aber ohne Achsbruch und ohne Kollision mit entgegenkommenden LKW sind wir in Leba angekommen. Erster Kreisverkehr Ausschilderung des Nationalparkes, in denen sich die Dünen befinden sollten. Zweiter Kreisverkehr- nichts mehr. Gefunden haben wir dann einen Parkplatz mitten in der Botanik, wo uns ein junger Parkplatzwächter erläuterte, dass wir nun nur noch 5 km von den Dünen getrennt seien. Gott sei Dank gab es einen "Elekro-Train", der uns für 8 Euro pro Person, nach zuvor bezahlten Eintritt in den Nationalpark,  die  nun verbliebenen 4 km zu den Dünen brachte. Man kann die Landschaft gar nicht so in Bildern festhalten, wie wir es dort gesehen hatten. Es war schon sehr beeindruckend und sehr sehenswert. Auch hier kämpften wir uns durch feinen, gefühlt kniehohen Sand, bergauf, bergab bis zum Wasser vor.  Ein langer weißer, fast menschenleerer, Strand war unsere Belohnung. 

 


Blick von einer der Dünen mit teilweise abgestorbenen Bäumen

Auf dem Rückweg von Leba nach Dabki fanden wir dann mehr aus Zufall am Straßenrand von Bobrice im  "Pod Dzikiem" gute polnische Hausmannskost. Bestellt hatten wir uns eine Art polnische Currywurst, die mit reichlich Zwiebeln angerichtet wurde, einen hauchzart und toll gewürzten Schaschlik und, nicht zuletzt, Pelmeni mit Fleischfüllung, die mit ausgelassenem Speck und gebratenen Zwiebeln serviert wurden. 


   


Die weiteren Tage verbrachten wir mit einer Fahrt nach Koszalin und der wirklich wunderschönen alten ehemaligen Hansestadt Gdansk sowie ausgedehnten Spaziergängen am Strand von Dabki. 

       
Gdansk

Gdansk                                                                                                            

Schon auf dem Weg nach Gdansk hatten wir eine Lokalität entdeckt, die unser Interesse geweckt hatte. Und so kehrten wir auf dem Rückweg von Gdansk  in Poganice in der "Restauracja Nostalgica" ein. Eine ehemalige Wassermühle am Flüsschen Lupawa, die sehr romantisch eingerichtet war. Man fühlte sich zu Oma ins Wohnzimmer zurückversetzt. Serviert wurden hier traditionelle polnische Gerichte. 

      

      




Mit Käse und Pilzen gefüllte Hühnerbrust mit Waldpilzsoße und dazu, wie immer, Krautsalat :-)

Aber, wenn man schon an der Ostseee ist, muss natürlich auch Fisch gegessen werden. Und das haben wir getan. In Dabki hatten wir einen tollen Fish Pub gefunden, der nicht nur geschmackvoll eingerichtet war, sondern auch sehr leckeren Fisch angeboten hatte, wobei man bei der Portion zwischen Small, Medium oder Large wählen konnte. Da gab`s doch gar keine Frage- Large- natürlich. Auf Pommes oder ähnliches hatte ich dabei verzichtet und dafür mehr Krautsalat genommen. 

 
Dorschfilet paniert in XL    
Unter der Panade ein wunderschönes Filet , zart und saftig.

 
Fisch muss schwimmen, am besten in Vodka

Zu guter Letzt hatten wir noch ein interessantes Wirtshaus bei unseren täglichen Ausflügen gefunden. Es handelte sich dabei um einen ehemaligen Rinderstall, der mit viel Liebe und Geschmack eingerichtet worden war. Es war das "Gospoda Obora". Wir hatten bei herrlichem Sonnenschein unter dem Sonnendach Platz genommen. Eine junge sehr nettte Kellnerin ließ nicht lange auf sich warten und brachte uns die Speisekarte (auch auf deutsch), was die Auswahl des Essens natürlich vereinfachte. Wir entschieden uns für ein Lachstatar aus frischem Fisch und der Spezialität des Hauses "Kartoffelküchlein mit fünf verschiedenen Käsesorten". 

  


    



Die "Spezialität des Hauses. Hier wurde aus einem Kartoffelteig eine Art Kuchen gebacken, der dann in 
Tortenstücken mit Gogonzola, Ziegenkäse, Feta, Camenbert und einer Art Schnittkäse angeboten wurde.
Der Käse war ganz leicht angeschmolzen und mit Cranberrysoße angerichtet. Eine ganz leckere Art, eine
Kartoffel zu essen.

Wie immer, war unsere Urlaubswoche viel zu schnell vorbei.
Es war wieder ein toller Urlaub mit super Wetter, langen Stränden (leider keine Muscheln), gehaltvollem Essen und netten Menschen.
Wir kommen wieder:-)
Do widzenia!




 
 
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