Cookionista- Orientalischer Kochkurs 1001 Nacht im Frankenland - Chaos Köchin

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Andere Länder und Töpfe
Cookionista- Orientalischer Kochkurs 1001 Nacht im Frankenland

Am 27.04.2017 war es soweit- mit meinem Mann ging es zum verlängerten Wochenende nach Nürnberg. Noch am selben Tag sollten wir in der Kochschule Cookionista mit einem Orientalisch- Kochkurs in 1001 nacht entführt werden. 
Voller Vorfreude machten wir uns nach dem Frühstück auf den 500 km langen Weg und kamen ohne ungewollte Zwischenstops gegen 14.30 Uhr in Nürnberg an. Wir bezogen zunächst unsere Unterkunft im SORAT HOTEL SAXX direkt am Markplatz, sozusagen in 1A-Lage, um die Stadt zu erkunden. Und so nutzten wir die gute Lage aus und machten uns zu einer ersten Erkundungstour in die  Stadt.  Hier machten wir in einem süßen kleinen Caffe einen ersten Stopp zu Kaffee und Apfeltarte. 
Gegen 17.30 Uhr ließen witr uns dann per Taxi zur Kochschule Cookionista chauffieren und wurden dort sehr, sehr herzlich von Steffen, unserem Koch, und seiner Mitstreiterin Anna begrüßt. Die Kochschule bot sich im Industrial Style einer alten Fabrikhalle in einer hellen modernen und freundlichen Atmosphäre dar. Gekochtn wurde dann an vier Kochstationen, die jeweils Platz für vier Kochwütige bot. An den Wänden hingen gut erreichbar die Kochutensilien, in Schränken darunter fanden sich Töpfe, Schüsseln und was man sonst noch so benötigte. Zwei randvoll gefüllte Gewürzschränke machten das Ambiente perfekt. Und am Ende sollten wir gemeinsam das Selbstgekochte an einer langen Tafel genießen können.
Zur Stärkung und Überbrückung der Wartezeit probierten wir zunächst das Kellerbier "Rotes Bier" und einen Fränkischen Secco. Beides schmeckte uns schon mal sehr gut. Und so nach und nach trudelten dann auch alle Mitköche ein und wir platzierten uns in 4er- Gruppen um je einen Kochtisch. Die Zutaten standen bereits abgewogen dort und per Tablet konnten wir die jeweiligen Rezepte abrufen.  Erwähnenswert ist noch, dass wir den Durst vor, während und nach dem Kochen mit einer tollen Vielfalt an Getränken löschen konnten



Begonnen hatten wir mit einer klassischen Gemüsebrühe. Dazu hatte Steffen bereits einen großen Topf mit grob geschnittenem Wurzelgemüse und Tomaten bereitgestellt. Daneben stand eine Pfanne mit diversen Gewürzen, die kurz angeröstet wurden. Das kann man machen, weil sich bei einigen Gewürzen das Aroma erst durch das Erhitzen entfaltet. Das Gemüse wurde dann mit Wasser aufgefüllt, noch Salz dazugegeben und etwa eine halbe Stunde geköchelt. Für mich war neu, dass eine halbe Stunde völlig ausreichend ist, da bei längerer Garzeit das Aroma der Brühe verfliegen würde und ein fader Eintopf übrig bliebe. 


Gewürzmischung hier: Lorbeerblätter, Nelken, Sternanis, Senfkörner,
Zimtstangen, Kardamon, Fenchelsamen, schwarzer Pfeffer, Koriandersaat

Die Brühe köchelte also vor sich her und wir begannen  mit unserem ersten Gericht- dem Dessert. Das hörte sich schon mal sehr lecker an- Dattelkuchen mit Zimtcreme.
Leider habe ich kein Foto vom fertigen Kuchen gemacht, denn er war so lecker, das er später schwuppdiwupp aufgegessen wurde. Aber ich kann euch verraten, sehr, sehr, sehr lecker. Den werde ich schnellstens nachbacken und die Bilder dazu liefern.


Einfüllen der Dattelkuchenmasse in Souffleförmchen, die später  bei 180 Grad 
20 min gebacken wurden

Als nächstes kam ein ziemlich tradionelles Gericht, dass bei einem orientalischen Essen auf keinen Fall fehlen darf- Humus.
Für mich persönlich eines der leckersten Beigaben. Er passt zu allem, ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder wie wir ihn dann aßen, nur mit warmen Fladenbrot. Interessanterweise konnte ich auch hier etwas Neues bei der Zubereitung mitnehmen. Findet man sonst in jedem Humusrezept nur die Zugabe von Zitronenensaft, war es hier komplettiert worden durch Zitronenenabrieb. Und ich finde, das hat dem Humus einen besonderen Frischekick gegeben. 

Eine Suppe durfte natürlich nicht fehlen und die fand sich als scharfe Erdnusssuppe auf dem Programm. Sie war in der Zubereitung sehr einfach, aber dafür umso schmackhafter. Auch hier gab es wieder einen Tip von Steffen- zum Thema Anschmoren von Gemüse. In diesem Falle waren es Zwiebel- Paprika- und Knoblauchwürfelchen. Alles zusammen bei kleiner Hitze schmoren, bis ein reiner Paprikageruch in die Nase steigt. Denn am Anfang riecht es einfach nach allem. 



nach der Suppe ging es an das Hauptgericht. Es bestand aus zwei Komponenten, zum einen aus gefüllten Tomaten mit Mugrabia und Huhn mit Orange und OrientgewürzenMugrabia ist eine Art Couscous und besteht aus größerern Perlen als der normale Feinkörnige, den wir sonst kennen. Ich habe irgendwo gelesen, dass man ihn auch libanesichen Couscous nennt. er wurde mit anderen Zutaten, wie Rosinen, Pistazien und Sonnenblumenkernen gemischt und dienten dann als Füllung von Tomaten, die im Ofen gebacken wurden. Dazu gab es in orientalischer Marinade marinierte Hähnchenbrüste,die dann ebenfalls in den Ofen geschoben wurden. 



Nachdem wir alle Gerichte soweit zubereitet hatten, dass sie nur noch in den Ofen geschoben werden mussten, wurde die lange Tafel gedeckt. Dann fing der gemütliche Teil des Abends an.  Fazit- gute Weine zu leckerem selbstgekochtem Essen, viele Kochtips und interessante Gespräche mit netten Leuten. Dabei stellten wir fest, dass wir die weiteste Anreise hinter uns hatten. Aber die Fahrt hatte sich wirklich gelohnt. Wie wir später im Gespräch mit Steffen, unserem Koch, erfuhren, werden viele verschiedene Kochkurse angeboten, ob es Sushi, Frühstück, Grillen oder Bierbrauen ist, um nur einige zu nennen. Daneben gibt es auch kulinarische Stadtführungen, die sich auch sehr interessant anhörten. Wir können Cookionista nur weiterempfehlen. 

Die nächsten 2 Tage verbrachten wir dann damit, Stadt,  Geschichte und Leute zu erleben und kennenzulernen. Und eines durfte dabei natürlich nicht fehlen- die fränkische Küche. Die fanden wir in dem traditionsreichen Restaurant  "Alte Küch`n" im Herzen der Altstadt von Nürnberg am Fuße der Kaiserburg und in der Nähe des Hauptmarktes. 
Bevor wir unser Schäuferle und das knusprige Eisbein verputzten, gab es einen Fränkischen Schluck als Aperetif. Wie uns die Kellnerin erklärte, handelt es sich dabei um einen Obstler, der mit Bitter Lemon gemischt wird. Wir bekamen ihn allerdings mit Sekt- eine kräftige Angelegenheit. 


Schäuferle mit Kellerbiersoße und Sauerkraut

Das Fränkische Schäufele ist ein Braten, der aus der aus der Schweineschulter stammt. Er wird komplett mit Knochen (Schulterblatt) und Fettschwarte zubereitet und serviert. Das Fleisch ist knusprig braun und richtig angerichtet, wirft die Schwarte kleine Bläschen und wird knackig und rösch. Sie ist für den echten Kenner das berühmte Tüpfelchen auf dem i und muß beim Kauen richtig krachen. Dem Knochen hat der Braten auch seinen Namen zu verdanken. 

Nürnberg- wir kommen wieder. Denn die Aussicht, Abends bei untergehender Sonne in den zahlreichen Restaurants und Caffes an der Pegnitz zu sitzen und das Leben zu genießen, macht Lust auf einen neuen Besuch. 

 
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